Presse

An dieser Stelle informieren wir Sie über Beiträge in der Presse und veröffentlichen gleichzeitig auch die Pressemeldungen des Verbandes. Die jüngsten Beiträge finden Sie jeweils oben in der Liste.
 

Pressemeldungen

Finsoz treibt Digitalisierung voran

Magazin CAR€ INVEST | Nr. 15/16-2020

 

Finsoz treibt Digitalisierung voran

Der Digitalverband hat eine technologische Lösung entwickelt, um die Umsetzung von Datenschutzmaßnahmen zu erleichtern.

Um den digitalen Wandel in Sozialeinrichtungen zu beschleunigen, hat  der Digitalverband in der Sozialwirtschaft und -verwaltung Finsoz e.V.  eine technologische Innovation geschaffen, die in der Branche erstmals eine praktikable Lösung zum "Recht auf Datenübertragbarkeit" nach Art. 20 Datenschutz-Grundverordnung(DSGVO) bietet.

Die vom Finsoz in Zusammenarbeit mit Softwareanbietern und Einrichtungsträgern in der Sozialwirtschaft erarbeitete Klientenstammdaten-Schnittstelle 1.0 liefert grundlegende Informationen zur Implementierung von Schnittstellen zwischen Softwaresystemen zur Klientenverwaltung und zur Leistungsabrechnung in allen Feldern der Sozialwirtschaft.

Auf Basis dieses einheitlichen Austauschformates wird die Stammdatenübernahme bei einem Softwarewechsel erleichtert und der Datenaustausch zwischen unterschiedlichen Einrichtungen bzw. Einrichtungsbereichen mit unterschiedlichen Softwaresystemen oder bei einem Wechsel der Hilfeart oder des Hilfe-Anbieters erheblich einfacher gestaltet.

 "Der Digitalverband Finsoz setzt sich seit zehn Jahren für die Standardisierung und Interoperabilität von Technologien ein, um den digitalen Wandel in den Einrichtungen der Sozialwirtschaft zu unterstützen" erklärt Helmut Ristok, stellvertretender Finsoz-Vorstand.

"Mit dem nun definierten Standard zum ‚Klientenstammdaten-Austausch‘  haben wir dem Markt eine weitere Hilfe an die Hand gegeben die dazu beiträgt, digitale Prozessabläufe in der Sozialwirtschaft effizienter zu gestalten und den Anforderungen des Datenschutzes gerecht zu werden. Mit unserer Initiative haben wir eine echte ‚Blaupause‘ für den Markt geschaffen – und das ohne gesetzlichen Auftrag", so Ristok abschließend.

Parallel zur Entwicklung der Schnittstellen-Definition Klientenstammdaten-Austausch entstand ein praxisorientierter Leitfaden zur Implementierung des Datenaustauschformates, den Finsoz den am Markt agierenden Anwendern und Softwareanbietern kostenfrei zur Verfügung stellt.

 

 


PDF Icon finsoz-treibt-digitalisierung-voran_10072020.pdf
10.07.2020
Software- und Klienten-Management leicht gemacht: FINSOZ definiert offenes Austauschformat für Klientendaten in Sozialeinrichtungen

Software- und Klienten-Management leicht gemacht: FINSOZ definiert offenes Austauschformat für Klientendaten in Sozialeinrichtungen

  • Erster einheitlicher Marktstandard zur Gewährleistung des Rechts von Klienten auf Datenübertragbarkeit geschaffen
  • Hoher Aufwand, Mehrfacheingaben und Erfassungsfehler beim Wechsel von Einrichtungen oder Hilfearten sowie bei Datenschutzauskünften können künftig vermieden werden
  • Die Schnittstellendefinition in der Version 1.0 definiert verlässliche Eckpunkte für Einrichtungen der Sozialwirtschaft und Softwareanbieter und ersetzt bisherige Individuallösungen
  • Implementierungs-Leitfaden zeigt praktische Anwendungsfälle und Anleitungen zur Umsetzung des Austauschformates
     

Berlin, 09.07.2020 – FINSOZ, der Digitalverband in der Sozialwirtschaft und -verwaltung, hat für den digitalen Wandel in Sozialeinrichtungen eine technologische Innovation geschaffen, die in der Branche erstmals eine praktikable Lösung zum „Recht auf Datenübertragbarkeit“ nach Art. 20 DSGVO bietet: Die vom FINSOZ in Zusammenarbeit mit Softwareanbietern und Einrichtungsträgern in der Sozialwirtschaft erarbeitete „Klientenstammdaten-Schnittstelle 1.0“ liefert grundlegende Informationen zur Implementierung von Schnittstellen zwischen Softwaresystemen zur Klientenverwaltung und Leistungsabrechnung in allen Feldern der Sozialwirtschaft. Auf Basis dieses einheitlichen Austauschformates wird die Stammdatenübernahme bei einem Softwarewechsel erleichtert und der Datenaustausch zwischen unterschiedlichen Einrichtungen bzw. Einrichtungsbereichen mit unterschiedlichen Softwaresystemen oder bei einem Wechsel der Hilfeart oder des Hilfe-Anbieters erheblich einfacher gestaltet.

Die branchenweit erste verfügbare Klientenstammdaten-Schnittstellenbeschreibung auf Basis des modernen, im medizinischen Sektor bereits etablierten FHIR-Standards steht dem Markt als offener Standard (General Public Licence) ab Juli 2020 zur Verfügung. Sie ist in der Version 1.0 mit einigen zusätzlichen Ausprägungen für die Altenhilfe konzipiert und auf verwaltungstechnische Informationen wie grundlegende Klientenstammdaten, Betreuungszeiträumen, Informationen zu Kostenträgern sowie auf das Angehörigen-, Betreuungs- und Ärzteumfeld ausgelegt. Weitere Informationen wie Auftrags-, Versorgungs-. Pflege- und Betreuungsdaten werden in der Version 2.0 folgen, die für das Jahr 2021 geplant ist.

Parallel zur Entwicklung der Schnittstellen-Definition „Klientenstammdaten-Austausch“ entstand ein praxisorientierter Leitfaden zur Implementierung des Datenaustauschformates, den FINSOZ den am Markt agierenden Anwendern und Softwareanbietern kostenfrei zur Verfügung stellt. Er richtet sich an alle Anbieter von Softwarelösungen für die Sozialwirtschaft. Einrichtungen der Sozialwirtschaft empfiehlt FINSOZ, künftig beim Kauf von Branchensoftware darauf zu achten, dass der Anbieter dieses offene Schnittstellenformat in seine Software integriert hat. Damit verbunden ist die Garantie, bei einem späteren Software-Wechsel oder der Fusion mit einem anderen Träger viele Daten ohne zusätzliche Kosten in die neue Lösung übernehmen zu können.
 

Helmut Ristok, stellvertretender FINSOZ-Vorstand: „Der Digitalverband FINSOZ setzt sich seit zehn Jahren für die Standardisierung und Interoperabilität von Technologien ein, um den digitalen Wandel in den Einrichtungen der Sozialwirtschaft zu unterstützen: Mit dem nun definierten Standard zum „Klientenstammdaten-Austausch“ haben wir dem Markt eine weitere Hilfe an die Hand gegeben die dazu beiträgt, digitale Prozessabläufe in der Sozialwirtschaft effizienter zu gestalten und den Anforderungen des Datenschutzes gerecht zu werden. Mit unserer Initiative haben wir eine echte „Blaupause“ für den Markt geschaffen – und das ohne gesetzlichen Auftrag.“

FINSOZ e. V. – Zukunft. Digital. Sozial. Gemeinsam für die Sozialwirtschaft.

 

 

Über den FINSOZ e. V.

Der gemeinnützige Fachverband FINSOZ e. V., gegründet im Jahr 2010 in Frankfurt am Main, ist Plattform zur Gestaltung des digitalen Wandels in der Sozialwirtschaft und Sozialverwaltung. Er ist die Interessensvertretung für soziale Organisationen unterschiedlicher Träger, öffentliche Verwaltungen, IT-Anbieter, Wissenschaftler und Berater. FINSOZ initiiert den branchenübergreifenden Informationsaustausch rund um die klassische IT und neue Digitaltechnologien. Er regt digitale Innovationen für Organisationen der Sozialwirtschaft an. Die im Jahr 2012 eröffnete FINSOZ-Akademie fördert die Digital- und IT-Kompetenzen von Fach- und Führungskräften, Digitalbeauftragten und IT-Verantwortlichen.

 

 

Fachliche Ansprechpartner:

V.i.S.d.P.:

Helmut Ristok
E-Mail: helmut.ristok@finsoz.de

Presse-Ansprechpartner:
Thordis Eckhardt
E-Mail: thordis.eckhardt@finsoz.de

FINSOZ e. V. | Mandelstr. 16 | 10409 Berlin
Vorstandsvorsitzende: Michaela Grundmeier

Tel.: 030 / 42084 512 | Fax: 030 / 42084 514
E-Mail: info@finsoz.de

Berlin, 09.07.2020
„Digitalisierung tut nicht weh!“

Interview mit Prof. Dr. Dietmar Wolff über Geschäftsprozessoptimierung in NGOs

„Digitalisierung tut nicht weh!“

Unser professionelles digitales Know-How muss kontinuierlich aufgefrischt werden. Lösungen, Denkansätze und Herangehensweisen entwickeln sich sukzessiv weiter.

Der Digitalisierungsprozess bringt einige Herausforderungen mit sich. Ist der Beruf des mittleren Managements überhaupt gefährdet? Welche Chancen bringt die digitale Transformation mit sich?

Prof. Dr. Dietmar Wolff veranschaulicht in dieser Episode, wieso mobile, it-basierte Lösungen für die Geschäftsprozesse notwendig sind. Wie wird die Informationstechnologie in der Sozialwirtschaft mitgestaltet? Welche Aufgabe hat der Fachverband FINSOZ e.V. und wie kann dieser das digitale Sozialunternehmertum fördern?

Bleib lernhungrig!

https://anchor.fm/sosimpel/episodes/Interview-mit-Prof--Dr--Dietmar-Wolff-ber-Geschftsprozessoptimierung-in-NGOs-eg5mj8

01.07.2020
"Bundesweite Initiative „Pflege-Digitalisierung“ gestartet"

Magazin Altenheim | Vincentz Network

 

Bundesweite Initiative „Pflege-Digitalisierung“ gestartet

Mit der Initiative "Pflege-Digitalisierung" startet der Digitalverband FINSOZ eine bundesweite Branchen-Plattform, die acht grundlegende Digital-Anforderungen an die politischen Entscheidungsträger im Land enthält und deren konkrete Umsetzung fordert. Um in Zukunft Krisen dieser Größenordnung und gesundheitlichen Tragweite präventiv zu begegnen und die sozialen und unternehmerischen Auswirkungen abzumildern, hat FINSOZ die Initiative "Pflege-Digitalisierung" ins Leben gerufen. Hinter der FINSOZ-Initiative stehen Partner aus Sozialeinrichtungen, Träger, Stiftungen, Verbände und gemeinnützige Unternehmen. Vorstände, Geschäftsführer und IT-Leiter in Sozialeinrichtungen geben mit ihren Statements zeigen auf, worauf es in den Einrichtungen der Sozialwirtschaft wirklich ankommt. (..)

Den gesamten Artikel finden Sie im Anhang.

 


PDF Icon altenheim_062020_bundesweite-initiative-pflege-digitalisierung-gestartet.pdf
17.06.2020
"Videokonferenzen und Online Meetings richtig planen und durchführen"

Magazin E-HEALTH-COM | Ausgabe 3_4/2020 | Seite 85

"VIDEOKONFERENZEN UND ONLINE MEETINGS RICHTIG PLANEN UND DURCHFÜHREN" 

Videokonferenzen und Online Meetings in Einrichtungen der Gesundheits- und Sozialwirtschaft erfolgreich einzuführen, erfordert Digitalwissen und eine funktionierende IT-Infrastruktur. Service-Leitfäden geben Hilfestellung und Orientierung für die Kommunikation im virtuellen Raum.

                                                                               

(..) FINSOZ als Digitalisierungsverband hat hier frühzeitig die Initiative ergriffen und der Sozialwirtschaft ein offenes Orientierungspapier zur Verfügung gestellt, das eine Übersicht über Online Tools zur Kommunikation und Tipps zur Beschaffung von Hard- und Software enthält. (..)

 

Den gesamten Artikel finden Sie im Anhang.


PDF Icon ehc_3_2020_finsoz.pdf
17.06.2020
FINSOZ startet bundesweite Plattform-Initiative „Pflege-Digitalisierung“

                      

 


                 

 

PRESSEMITTEILUNG

 

        Bundesweite Initiative „Pflege-Digitalisierung“ gestartet:  

                       FINSOZ initiiert Branchen-Plattform

  • Partner-Initiative „Pflege-Digitalisierung“ mit Unterstützung von Trägern, Einrichtungen, Stiftungen und Verbänden der Sozialwirtschaft gelauncht
  • Partner-Initiative fordert Digitalisierung der Branche und aller Einrichtungen im sozialen Sektor
  • Aus der Corona-Pandemie lernen: acht Forderungen an politische Entscheidungsträger, soziale Einrichtungen mit digitalen Mitteln auszustatten und den Ausbau der Netzwerk-Infrastruktur zu gewährleisten
     

Berlin, 16.06.2020 – Sozialwirtschaft braucht Digitalisierung – und macht jetzt mobil: Mit der Initiative „Pflege-Digitalisierung“ startet der Digitalverband FINSOZ eine bundesweite Branchen-Plattform, die acht grundlegende Digital-Anforderungen an die politischen Entscheidungsträger im Land enthält und deren konkrete Umsetzung fordert.

FINSOZ-Geschäftsführerin Thordis Eckhardt: „Die Corona-Pandemie führte uns im wahrsten Sinne des Wortes schlagartig vor Augen, woran es in den Sozialeinrichtungen in unserem Land vielfach mangelt: an einer flächendeckenden und leistungsfähigen Netzwerk-Infrastruktur, an moderner Hardware und an digitaler Ausstattung wie Mobil-Geräten zur internen Kommunikation der Mitarbeiter in den Häusern.“ Und Prof. Helmut Kreidenweis, Vorstandsmitglied FINSOZ, ergänzt: „Häufig mangelt es in den Sozialeinrichtungen auch am Digital-Wissen des Personals zur Integration der Technologien in den Arbeitsalltag. Im Ergebnis erschwert dieser Mangel die dringend benötigte digitale Kommunikation mit Hausärzten und Kliniken, aber auch die Aufrechterhaltung der sozialen Kontakte von Bewohnern mit ihren Familien und Freunden.“ Speziell in den Pflege- und Altenheimen besteht hoher Nachholbedarf.

Um in Zukunft Krisen dieser Größenordnung und gesundheitlichen Tragweite präventiv zu begegnen und die sozialen und unternehmerischen Auswirkungen abzumildern, hat FINSOZ die Initiative „Pflege-Digitalisierung“ ins Leben gerufen. Hinter der FINSOZ-Initiative stehen Partner aus Sozialeinrichtungen, Träger, Stiftungen, Verbände und gemeinnützige Unternehmen, die als ideelle Unterstützer und als Lösungspartner die Digital-Forderungen der Bundesinitiative mittragen – und mit klaren Aussagen zu Wort kommen: Vorstände, Geschäftsführer und IT-Leiter in Sozialeinrichtungen geben mit ihren Statements eine klare Positionierung zur Pflege-Digitalisierung ab und zeigen auf, worauf es in den Einrichtungen der Sozialwirtschaft wirklich ankommt. 

Im Kern fordert die Initiative „Pflege-Digitalisierung“ von der Politik die Schaffung infrastruktureller und digitaler Voraussetzungen wie:

  1. Vereinfachte Zulassung und Finanzierung von assistiven und pflegeunterstützenden Apps in der Pflege und Altenhilfe sowie in der Behinderten- und Jugendhilfe
  2. Förderung und Finanzierung der digitalen Teilhabe von pflegebedürftigen Menschen bzw. Personen in der Jugend- und Behindertenhilfe durch kostenfreie Bereitstellung von Internetzugängen(WLAN) und geeigneten Endgeräten wie Tablets in den Einrichtungen
  3. Forcierung der Bereitstellung bzw. Förderung von Breitband-Anschlüssen für alle Einrichtungen der Pflege- und Sozialwirtschaft, auch im ländlichen Raum
  4. Berücksichtigung von IT-Investitionen und -Betriebskosten in den Kostenkalkulationen von Pflege-, Behinderten- und Jugendhilfe-Einrichtungen
  5. Offene Standards und Plattformen für die Interoperabilität zwischen Einrichtungen, Dienstleistern und Kostenträgern
  6. Entwicklung von offenen und bilateral abgestimmten Schnittstellenstandards für Verwaltungs-, Pflege-/Hilfeplanungs- und -dokumentations-Software
  7. Finanzierung der Weiterbildung von (Pflege-)Mitarbeitenden und Multiplikatoren in Digitalisierungs-Themen sowie Integration dieser Themen in die Ausbildungsgänge sämtlicher Sozialberufe
  8. Förderung der Vermittlung digitaler Kompetenzen an digital benachteiligte Menschen durch Angehörige aller Sozialberufe.

Mit Launch der Plattform am 15. Juni 2020 haben sich bereits 15 Partner der Sozialwirtschaft der Initiative „Pflege-Digitalisierung“ angeschlossen – mit täglich wachsendem Zuspruch. FINSOZ lädt alle Organisation der Sozialwirtschaft, Verbände, Stiftungen und gemeinnützige Unternehmen ein, sich der bundesweiten Initiative anzuschließen und gemeinsam für die Digitalisierung der Sozialwirtschaft einzutreten. Die Initiative unterstützen können Sie unter: www.pflege-digitalisierung.de.

FINSOZ e. V. – Zukunft. Digital. Sozial. Gemeinsam für die Sozialwirtschaft.
 

Ansprechpartner der Initiative „Pflege-Digitalisierung“:
Thordis Eckhardt
Geschäftsführerin FINSOZ e. V.
Tel. 0157.324 84 018
E-Mail: thordis.eckhardt@finsoz.de

 

Berlin, 16.06.2020
"Patient Deutschland"

Patient Deutschland

Prof. Helmut Kreidenweis ist ein Grenzgänger zwischen den Welten, das sagt er selbst über sich. Eigentlich ist er gelernter Sozialarbeiter, doch gleichzeitig hat er sich schon früh für Technik interessiert. Er hat die Potenziale in der Schnittmenge erkannt und sich mit der IT im Sozial- und Gesundheitssektor beschäftigt. Schon in den 90er Jahren hat er Softwarefirmen und Einrichtungen an einen Tisch gebracht, um die bis dahin vollkommen ungenutzten Potenziale zu heben und damit den Weg für das geebnet, was wir heute Sozialinformatik nennen. Vor zehn Jahren hat er FINSOZ e.V. gegründet, den Fachverband Informationstechnologie in Sozialwirtschaft und Sozialverwaltung und ist bis heute im Vorstand tätig.

 
In dieser Folge von "Patient Deutschland" hat sich Karsten Glied mit Prof. Kreidenweis darüber unterhalten, woher die Berührungsängste der Gesundheits- und Sozialwirtschaft mit der Digitalisierung kommen und welche Lösungen er dafür sieht. Sie haben über die "digital readiness" der Branche gesprochen und darüber, wie jetzt Wege aus der Krise gefunden werden können. Denn, das zumindest hofft Prof. Kreidenweis, durch die Coronakrise wird nun ein echter Prozess des Umdenkens beginnen. Angefangen bei der Kommunikation, die plötzlich auch digital funktioniert, und dann schlussendlich auch in allen anderen Arbeitsbereichen.

 

https://www.techniklotsen.de/2020/06/04/patient-deutschland-3/

Podcast, 04.06.2020
FINSOZ sieht Digitalpotenzial in der Debatte um Pflege-Personalbemessung und 5-Punkte-Programm "Mehr PflegeKRAFT 2.0"

FINSOZ sieht Digitalpotenzial in der Debatte um Pflege-Personalbemessung und 5-Punkte-Programm "Mehr PflegeKRAFT 2.0"  

  • Digitalverband FINSOZ regt Berücksichtigung des Digitalisierungsgrades von Ein­richtungen bei der bedarfsgerechten Personalbemessung und -ausstattung an.
  • Er fordert, das konkrete Entlastungspotenzial in der Pflege durch unterstützende Technologien bei direkten und indirekten Pflegetätigkeiten zu identifizieren.

FINSOZ, der Digitalverband in der Sozialwirtschaft und -verwaltung, begrüßt die Debatten um bedarfsgerechte Personalbemessung und verbesserte Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte – und bringt sich mit technologischen Lösungsansätzen konstruktiv in die Diskussion ein.

FINSOZ vertritt in Übereinstimmung mit dem im Mai 2020 veröffentlichten Positionspapier „Mehr PflegeKRAFT 2.0“ des Pflegebevollmächtigten der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, die Auffassung, dass die Pflege zu den systemrelevanten Berufen im Gesundheitswesen Deutschlands zählt – und eine gesellschaftliche Aufwertung erfahren muss. Auch unterstreicht der Verband die Forderung des Staatssekretärs, „die Möglichkeiten der Digitalisierung […] endlich auch in der Pflege nutzbar“ zu machen.

 

FINSOZ regt dazu an, genau diese Potenziale näher zu untersuchen und aufzuzeigen, inwieweit Digital-Technologien wie mobile oder sprachgesteuerte Dokumentationssoftware oder sensorgestützte Assistenzsysteme in unterschiedlichen Pflegesettings eingesetzt werden können oder bereits eingesetzt werden. „Wir brauchen nicht nur kurzfristig angelegte Modellprojekte mit hochkomplexen Technologien, sondern vor allem verlässliche Aussagen darüber, welche konkreten Potenziale in den unterschiedlichen Digitalisierungstechnologien stecken, und unter welchen Bedingungen diese die Effizienz bei direkten und indirekten Pflegetätigkeiten steigern helfen“, sagt FINSOZ-Vorstand Prof. Helmut Kreidenweis. Studien zu diesem Aufgabenfeld liegen im Markt aktuell nicht vor. „Wir benötigen dringend eine Forschung, die systematisch aufzeigt, mit welchen Technologien unter welchen Voraussetzungen die Pflege wirksam entlastet werden kann“, so Kreidenweis weiter „um dann auch die Finanzierung dieser Technik analog zu den Personalschlüsseln in den Leistungsvereinbarungen verbindlich zu regeln.“ Im Entwurfsvorschlag für ein neues Personalbemessungs-Modell der Universität Bremen unter Leitung von Prof. Dr. Rothgang fanden diese Ansätze bislang keine Berücksichtigung.

Um die Potenziale moderner Digital-Technologien zur Effizienzsteigerung in der Pflege und zur Optimierung des Qualitäts-Managements zu nutzen, sollte der Fokus solcher Forschung auf bereits existierenden und praxisbewährten Lösungen liegen – und nicht auf futuristischen Einsatzszenarien von humanoiden Robotern, die der Pflege möglicherweise erst in fünf bis zehn Jahren zur Verfügung stünden. Insbesondere gelte es zu untersuchen, welche Digitalisierungsgrade in den Pflegeeinrichtungen vorherrschten und wie sich diese auf die Personalsituation und auf die Qualität der Arbeit auswirkten.

FINSOZ als Fachverband für Digitalisierung in der Sozialwirtschaft und -verwaltung ist bereit, sich an solchen Forschungen maßgeblich zu beteiligen.

FINSOZ-Vorstandsmitglied Prof. Dr. Dietmar Wolff ergänzt: „In der Diskussion um die Personalbemessung gilt es neben der Forschung auch den Blick in die Realität zu richten: In den Einrichtungen selbst mangelt es nicht nur am Personal für die Pflege und Betreuung der Menschen. Auch die Strukturen und Prozesse sind nicht effizient. Wenn wir Entlastung in der Pflege wollen, dann können wir Personalbemessung nicht vom Verwaltungsaufwand und von Verordnungen her denken, sondern müssen die gesamte Wertschöpfungskette der operativen Leistungen von der Aufnahme über die Planung und Dokumentation bis zur Leistungsabrechnung in den Blick nehmen.“ Beispiele dafür sind aus FINSOZ-Sicht die noch immer weitgehend papiergestützten Prozesse der Medikation, das nach wie vor nicht papierbefreite DTA-Verfahren oder die zeitraubende und fehlerbehaftete manuelle Messung von Vitalwerten.

FINSOZ e. V. – Zukunft. Digital. Sozial. Gemeinsam für die Sozialwirtschaft.

Berlin, 03.06.2020
Thordis Eckhardt wird Geschäftsführerin vom FINSOZ

Berlin, 4. März 2020 – Der Fachverband FINSOZ e. V., Berlin, forciert seine politische Arbeit als Interessensvertretung und baut seine Akademie-Exzellenz für die Unternehmen der Sozialwirtschaft aus: Im Rahmen dieser Entwicklungsstrategie konnte Thordis Eckhardt als neue Geschäftsführerin des Verbandes gewonnen werden. Sie übernahm mit Wirkung zum 1. März 2020 die Aufgaben des bisherigen Geschäftsführers Wolfgang Boelmann (59), der nach zweijähriger Tätigkeit in den Vorstand wechselte. Eckhardt leitete zuvor sieben Jahre die Geschäfte der Wirtschaftsverlag Gesundheit GmbH, Hamburg, und verantwortete als Chefredakteurin die pflege-, medizin- und immobilienwirtschaftliche Fachpublikation Wirtschaftsbrief Gesundheit. Als Geschäftsführerin vom FINSOZ berichtet die 51-Jährige an den fünfköpfigen Bundesvorstand.

Vorstandsvorsitzende Michaela Grundmeier: „Mit Thordis Eckhardt haben wir eine sehr gut vernetzte und offene Person gefunden, mit der es Freude macht, Veränderungen zu gestalten. Sie wird die Interessen der Mitglieder gut vertreten und dabei die vielfältigen Aufgaben, die vor uns liegen, mit auf den Weg bringen. Freuen Sie sich auf das Kennenlernen, viele anregende Gespräche, aber auch Taten, die sicherlich in diesem Jahr folgen werden."

Und Thordis Eckhardt ergänzt: „Ich freue mich auf den FINSOZ und die vielfältigen, anspruchsvollen Aufgaben in der Geschäftsführung des Verbandes. Unser Ziel ist es, gemeinsam die Anbieter und Nutzer in Lösungsprozessen rund um IT und Digitalisierung zusammenbringen und so den Weg zu ebnen für eine branchenübergreifende, leistungsstarke und vernetzte Informationstechnologie der Zukunft.“

Eckhardt gilt branchenübergreifend als versierte Netzwerkerin und Fach-Expertin an der Schnittstelle von Gesundheit und altersgerechten, betreuten Wohnformen in Kombination mit Digitalisierung, KI, Robotik und Assistenzlösungen. Mit dieser Kompetenz moderierte sie bundesweit unterschiedliche Gesundheitskongresse und wirkte maßgeblich an der strategischen Ausrichtung und dem strukturellen Aufbau von Deutschlands erster KI-basierter Pflege-Plattform mitpflegeleben.de mit.  

Eckhardt ist gelernte Journalistin. Sie studierte Politologie, Psychologie und Romanistik an den Universitäten Greifswald, Münster und Oviedo (Spanien). Sie ist verheiratet und lebt in Berlin und Hamburg.

Berlin, 04.03.2020
FINSOZ begrüßt PDSG-Referentenentwurf zur Einbindung der Pflege in die Telematik-Infrastruktur

FINSOZ begrüßt PDSG-Referentenentwurf zur Einbindung der Pflege in die Telematik-Infrastruktur

  • Verband sieht TI für die Pflege als Zukunftschance für eine verbesserte Bewohner- und Patienten-Versorgung sowie Selbstbestimmung
  • Entwurf ermöglicht realistisches Potenzial zur Entwicklung und Umsetzung einer technischen und semantischen Interoperabilität der IT-Systeme
Der Ende Januar 2020 von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn vorgelegte Referentenentwurf zum Patientendatenschutz-Gesetz (PDSG) sieht erstmals eine Einbindung von Pflegeeinrichtungen an die Telematik-Infrastruktur (TI) vor: Bis zum 30. Juni 2020 ist die gematik als Verbund der Spitzenorganisationen des deutschen Gesundheitswesens dazu verpflichtet, entsprechende technische Voraussetzungen für den Anschluss zu schaffen.

Der gemeinnützige Verband FINSOZ, Plattform zur Gestaltung des digitalen Wandels in der Sozialwirtschaft, begrüßt diesen gesetzlichen Vorstoß – und zeigt die möglichen Vorteile für Pflege- und Sozialeinrichtungen durch eine Anbindung an die TI auf:

  1. Einbindung der Pflegeeinrichtungen in die sektorenübergreifende und vernetzte Gesundheitsversorgung, wodurch die bisherigen zeitaufwändigen und teuren Medienbrüche mit Ärzten bei der ambulanten, teil- und vollstationären Versorgung vermieden werden, beispielsweise bei der Aktualisierung von Medikationsplänen, bei der Pflegeüberleitung aus dem Krankenhaus oder bei der Zusammenarbeit mit Apotheken und weiteren Dienstleistern.
  2. Bereitstellung und unmittelbarer Zugriff auf patientenrelevante Gesundheitsinformationen, Medikationspläne oder Daten zum Überleitungs- und Versorgungsmanagement
  3. Zugriff auf die elektronische Patientenakte und somit sicherer und rechtskonformer Informations- und Datenaustausch zwischen Patienten, Leistungserbringern und Leistungsträgern
  4. Selbstbestimmte Datenhoheit von Patienten und Bewohnern in Pflegeeinrichtungen sowie individuelle Freigabe selektiver medizinischer Daten an ausgewählte Leistungserbringer und ggf. auch Forschungseinrichtungen

Nach Aussagen der FINSOZ-Vorstandsmitglieder Prof. Dr. Dietmar Wolff und Prof. Helmut Kreidenweis stelle der vorliegende Referentenentwurf die Weichen für eine menschenzentrierte Versorgung in deutschen Pflege- und Sozialeinrichtungen. Wolff: „Die Nutzung der Telematik-Infrastruktur in der Pflege bringt den Einrichtungen vor allem eines: Freiräume für ihr Kerngeschäft – die Pflege am Menschen. Gleichzeitig erleichtert die TI die Arbeitsabläufe und IT-Prozesse in den einzelnen Einrichtungen durch eine bessere Außenanbindung. Diese Erleichterungen kommen am Ende den zu pflegenden Menschen in den Einrichtungen zugute – mehr Miteinander, mehr Zeit für Zuwendungen, mehr Individualität in der Pflege am Menschen.“ Gleichzeitig wird die Pflege mittels der TI-Anbindung vollständig in die sektorenübergreifende und vernetzte Gesundheitsversorgung einbezogen. Für Pflegeeinrichtungen ließen sich daraus enorme Effizienzvorteile erzielen. „Unter Einbindung der jeweiligen Spezialsoftware-Systeme wie Arzt- und Krankenhaus-Informationssysteme oder Pflegeplanungs- und Apothekensoftware lässt sich ein digitaler Informationsfluss abbilden, der frei von technischen Barrieren, IT-Inseln und Fehlerquellen ist“, so Wolff weiter.  

„Digitalisierung erfordert Interoperabilität“, ergänzt Vorstandsmitglied Prof. Helmut Kreidenweis die Aussagen seines Kollegen. „FINSOZ beteiligt sich mit fachlicher Expertise an der politischen Meinungsbildung und Gesetzgebung zu aktuellen Themen rund um Informationstechnologie und Digitalisierung im sozialen Sektor.“ Die Einbindung der Telematik-Infrastruktur in die Pflege- und dann weiter auch in die Sozialwirtschaft gesamt sei ein Thema, das sowohl politisch, als auch aus Prozesssicht und technologisch gut durchdacht angegangen werden sollte. In der Pflege gefundene Lösungen könnten dann auch weitere Potenziale entfalten, etwa in der Behinderten-, Suchtkranken- und Jugendhilfe. Kreidenweis: „Als gemeinnütziger Fachverband zeigen wir uns offen für Kooperationen, Wissensaustausch und Know-how-Transfer.“ Mit dem Ziel, die Pflege- und Sozialwirtschaft in die digitale Zukunft zu führen und wegbegleitend zu unterstützen.

Über den FINSOZ e. V.

Der gemeinnützige Fachverband FINSOZ e. V., gegründet im Jahr 2010 in Frankfurt am Main, ist Plattform zur Gestaltung des digitalen Wandels in der Sozialwirtschaft und Sozialverwaltung. Er ist die Interessensvertretung für soziale Organisationen unterschiedlicher Träger, öffentliche Verwaltungen, IT-Anbieter, Wissenschaftler und Berater. FINSOZ initiiert den branchenübergreifenden Informationsaustausch rund um die klassische IT und neue Digitaltechnologien. Er regt digitale Innovationen für Organisationen der Sozialwirtschaft an. Die im Jahr 2012 eröffnete FINSOZ-Akademie fördert die Digital- und IT-Kompetenzen von Fach- und Führungskräften, Digitalbeauftragten und IT-Verantwortlichen.

 

 


PDF Icon ti_in_der_pflege.pdf
Berlin, 20.02.2020

Presserückblick

Projektfokus „eSkills / IT-Fortbildung“

Ausschreibung für gemeinnützige Organisationen - Projektfokus „eSkills / IT-Fortbildung“

Berlin, 01.02.2012
Leistungsabrechnung - Das Gesamte Verfahren auf dem Prüfstand
PDF Icon Beitrag der Zeitschrift "Häusliche Pflege", 10/2011, S. 36-38
Zeitschrift "Häusliche Pflege", 01.10.2011
Beitrag in der Zeitschrift "Sozialwirtschaft aktuell"
PDF Icon Sozialwirtschaft aktuell 3/2011, Seite 7
Zeitschrift "Sozialwirtschaft aktuell", Nomos Verlag, 01.03.2011
Bilanz nach einem Jahr

mit einem Text


PDF Icon Klarer Kurs 01/2011, Seite 5
Zeitschrift Klarer Kurs, 53° Nord, Agentur und Verlag, 01.01.2011